“Je Suis Charlie”

Ärger, Chaos und was in die anderen Foren nicht hineinpaßt
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cyberman2
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“Je Suis Charlie”

Beitragvon cyberman2 » 09.01.2015 - 15:05

large.jpg
large.jpg (10.41 KiB) 2485 mal betrachtet


und der terror hört nicht auf :traurig

mein beileid den betroffenen ...
"It always seems impossible until its done."
Nelson Mandela

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LeShark
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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon LeShark » 09.01.2015 - 17:17

Bild
Das Lächeln der Mona Lisa
Ich kann den Blick nicht von dir wenden.
Denn über deinem Mann vom Dienst
hängst du mit sanft verschränkten Händen
und grienst.
Du bist berühmt wie jener Turm von Pisa,
dein Lächeln gilt für Ironie.
Ja … warum lacht die Mona Lisa?
Lacht sie über uns, wegen uns, trotz uns, mit uns, gegen uns –
oder wie –?
Du lehrst uns still, was zu gescheh’n hat.
Weil uns dein Bildnis, Lieschen, zeigt:
Wer viel von dieser Welt geseh’n hat –
der lächelt, legt die Hände auf den Bauch und schweigt.


(125.Geb. Kurt Tucholsky – 09.01.1890 – 21.12.1935)

Auch wenn Mona Lisa in diesen Zeiten weint,
so wird sie wieder lächeln, denn Humor lässt sich nicht umbringen!
In diesem Sinne
:traurig s’ Fischlein
artEmotions 3D screen&art design
Mancher Mensch hat ein großes Feuer in der Seele, und niemand kommt, um sich daran zu wärmen.
Vincent van Gogh (1853 - 1890)

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bubu44
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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon bubu44 » 09.01.2015 - 17:41

Ich habe nichts gegen Religion!

Ich habe etwas gegen Fanatiker, die mit Gewalt ihren "Glauben" anderen aufdrücken wollen!

:(
Konfuzius sagt, himself schreibt: Auch wenn man gegen den Wind pinkeln kann, ist das noch lange kein gelber Strom!

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jr33
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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon jr33 » 10.01.2015 - 08:49

Meint ihr wirklich das passt ins Brennholz?

Nun denn, mein Favorit:

Bild


Einen Kommentar erspare ich mir, comische cinder stellen mich auf Grund meiner Meinung,
die nicht dem weichgespülten Mainstream entspricht und durch 4 Jahre Köln geprägt wurde,
in die rechte Ecke.
Solange mich die klammergepuderten Rechten links sehen geht das aber in Ordnung.

Hiiilfeee...ich hab einen Holzwurm in der Dachpfette..

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bubu44
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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon bubu44 » 10.01.2015 - 11:08

ich finde andere Kulturen sind eine Bereicherung für uns. Allerdings sollte unsere Kultur bestehen bleiben. Ich finde auch, dass wir für das nach dem 2. Weltkrieg erreichte zurecht etwas Stolz sein können. Das was davor passiert ist, sollte nicht vergessen werden und uns immer als Mahnung dienen. Wir haben zurecht damals was auf die Fresse bekommen, weil wir uns haben blenden lassen und fröhlich mit marschiert sind.

Meine Freunde heißen Sherife, Göhkan, Murrat, John, James, Kum Sik, Michael, Alexander, usw. und ich bin froh, das es diese Menschen gibt. Die Welt wäre für mich ärmer, wenn ich diese Freunde nicht hätte. Menschen, die wie ich der Meinung sind, das man sich im Gastland den Sitten entsprechend benimmt. Wenn das Gastland dann zur Heimat wird, dann ist die Integration doch selbstverständlich. Dazu muss auch niemand seine Herkunft aufgeben, aber etwas anpassen schon. Man muss kein Deutscher sein, um zu wissen, das man z.B. in einem muslimischen Land nicht auf der Straße Alkohol trinkt oder ein halbes Schwein futtert. Veränderungen sind gut, nichts darf stehen bleiben sondern sollte sich fortentwickeln. Aber manchmal hat Tradition auch seinen Sinn. Also lasst mich meine Feste feiern, wie sie seit Jahren gefeiert werden.

Wenn ich deshalb von manchen als Nazi oder rechts beschimpft werde, dann sei es so. Ich würde es eher anders bezeichnen. Ich versuche es mit gesundem Menschenverstand!

meine 2 Cent

edit: vergessenes Wort eingesetzt
Zuletzt geändert von bubu44 am 10.01.2015 - 16:56, insgesamt 1-mal geändert.
Konfuzius sagt, himself schreibt: Auch wenn man gegen den Wind pinkeln kann, ist das noch lange kein gelber Strom!

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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon Ezri » 10.01.2015 - 13:38

Ich gebe dir recht, Bubu, in der Vielfalt liegt die Schönheit.
Und ich bin auch der Meinung, wenn ich mir eine Kultur und eine Heimat selber aussuche um dort zu leben, dann sollte ich mich da auch entsprechend anpassen. Natürlich muss man nicht alles, was man selber an Kultur mitbringt dann in die Tonne klopfen, aber man solle die Kultur des entsprechenden Landes respektieren, erst recht, wenn das Land die Hand ist, die mich füttert.

Was mich wirklich nervt, ist dass die Täter teilweise als Opfer dargestellt werden und den wirklichen Opfern (Toten) die Schuld zugeschoben wird. Nach dem Motto selber Schuld. Das ist eine entsetzeliche gesellschaftliche Unart, Opfern die Schuld zu geben.

Thema Traditionen, Traditionen sind da, um sie zu ändern. Vieles was mal Tradition war, gibt es nicht mehr und das ist gut so. Es war auch mal Tradition Menschen mit der Schandgeige um den Hals durchs Dorf zu treiben und dem Pöpel auszusetzen. Zum Glück wird das nicht mehr gemacht.

Thema Nazizeit: Es waren meine Vorfahren, nicht ich. Ich hatte keinen Einfluss auf die Taten meiner Vorfahren, weil es mich da schlicht und einfach noch nicht gab. Ich habe also keine Schuld, wir es mir noch zu meinen Schulzeiten eingeredet wurde.
Wenn mich also einer als Nazi bezeichnet, dem ist nicht viel Grips gegeben.

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jr33
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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon jr33 » 10.01.2015 - 14:21

Das kam mir die Tage öfter in den Sinn, diese typische Umkehr von Opfer und Täter.
Ist leider ein generelles Problem der weichgespülten Gesellschaft.

[sarkasmus]Heute ist die islamische Gesellschaft das bedauernswerte Opfer,
obwohl die ja regelmäßig ihre Haßprediger aus dem Land gejagt hat,
oder ihre Kinder vor Radikalisierung schützte, dank ihrer tollen Erziehung.
Und nicht zu vergessen die Menschenmassen die sich vor die Flugzeuge und Züge schmissen
um die Ausreise ihrer Kinder aka Gotteskrieger zu verhindern.[/sarkasmus]

Hiiilfeee...ich hab einen Holzwurm in der Dachpfette..

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bubu44
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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon bubu44 » 10.01.2015 - 16:54

dazu ein treffender Kommentar von Oliver Kalkofe:

https://www.youtube.com/watch?v=giEzDxoFYTk
Konfuzius sagt, himself schreibt: Auch wenn man gegen den Wind pinkeln kann, ist das noch lange kein gelber Strom!

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jr33
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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon jr33 » 10.01.2015 - 17:02

Nicht ganz so drastisch, etwas intelektululler äußerte sich gestern auch der Chefredakteur von Zenith,
Daniel Gerlach.
Wobei sicher Kalkhofe von einer größeren Gruppe verstanden wird.

Hiiilfeee...ich hab einen Holzwurm in der Dachpfette..

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Ezri
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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon Ezri » 10.01.2015 - 17:27

Ralf König heute auf Facebook

Am Abend nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo sass ein Freund auf meinem Sofa und meinte, dass er sich um mich Sorgen mache, was ich noch als völlig übertrieben abtat. Am nächsten Tag äusserten sich noch mehr Freunde dahingehend, und ich hatte vor allem meinen Agenten am Ohr, der mich geradezu beschwor, mich anders als damals bei den dänischen Karikaturen dieses mal als öffentliche Person mit Kommentaren oder Cartoons zurückzuhalten. Das sollten diesmal andere machen. Wir haben uns in mehreren Telefonaten darüber sehr heftig gestritten, ich war danach nur noch entnervt und zermürbt. Nicht, dass ich überhaupt eine Idee für irgendeine neue Zeichnung gehabt hätte, ich bin immer noch wie vor den Kopf geschlagen und hätte dem, was andere Zeichner gerade weltweit mit treffenden Cartoons hinlegen, inhaltlich nichts hinzuzufügen. Aber jede Menge Medien klopften bei mir an von Bild bis FAZ und natürlich fühlte ich meinen selbst gemachten Druck, meinen Senf dazugeben - der hingegen auch nicht viel neues zu der Diskussion beigetragen hätte. Die Welt ist entsetzt und wütend, so auch ich, also was noch?

Das mich letztlich überzeugende Argument war, dass da draussen inzwischen jede Menge vereinzelte kranke Irre rumlaufen, die sich in irgendwelchen Wüsten zu hirnlosen Zombies ausbilden lassen, zurückkehren und nun auch mal so was Tolles hinlegen wollen wie diese Mörder von Paris und anderswo, und denen es mittlerweile auch egal sein könnte, ob man konkret den Propheten gezeichnet hat oder nicht. Das Entsetzen und die Wut, die das Massaker weltweit ausgelöst hat, ist für die auch noch der grösste Erfolg.

Kurz: Mein Agent forderte mich inständig auf, auch den - alten - Cartoon hier auf Facebook zu löschen, den ich noch mal gepostet hatte. Das war mir die bitterste Pille, und mit 'Bild löschen' war dann auch noch der Text dazu weg! Das muss aussehen wie Schwanz einziehen und Rückzieher, und ist es letztlich ja auch. Ich bin nicht stolz darauf, aber auch nicht interessiert, jetzt von den Medien nach vorne geschoben zu werden, da habe ich seinerzeit im Zusammenhang mit dem Karikaturenstreit um Jyllands Posten bereits ungute Erfahrungen gemacht.

Z.B. ging ein Privatsender mit meinem damals druckfrischen 'Dschinn Dschinn' zum Zentralrat der Muslime und filmte dessen Reaktion. Der gute Mann wusste nicht recht, was genau die von ihm wollten oder was er zu dem Comic sagen sollte. Er zuckte nur mit den Schultern und meinte, wenn der Zeichner das so sieht, sei es doch in Ordnung und fühlte sich keinesfalls genötigt, über mich die Fatwa auszusprechen. Aber genau das war wohl die erhoffte Reaktion des Senders. Die Medien sind nicht ohne, und ich hoffe auf Verständnis, dass ich so etwas dieses mal nicht haben muss.

Das ganze ist wie ein Magenschlag nach wie vor, ich bin seit 2 Tagen wie gelähmt, man kriegt es gar nicht aus dem Kopf. :(

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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon Grainger » 10.01.2015 - 21:04

jr33 hat geschrieben:Einen Kommentar erspare ich mir, comische cinder stellen mich auf Grund meiner Meinung,
die nicht dem weichgespülten Mainstream entspricht und durch 4 Jahre Köln geprägt wurde,
in die rechte Ecke.
Solange mich die klammergepuderten Rechten links sehen geht das aber in Ordnung.

Was soll's, nach Meinung einiger anscheinend vollkommen merkbefreiter Multikulti-Fans auf dem CCB bin ich ebenfalls ein Nazi. :D
Wer im Klo nach Schokolade sucht ist selber Schuld.
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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon jr33 » 11.01.2015 - 09:54

Ezri hat geschrieben:Ralf König heute auf Facebook

dass da draussen inzwischen jede Menge vereinzelte kranke Irre rumlaufen,


.. jede Menge oder nur Einzelne?

Letzteres scheinen immer noch die weichgespülten Gutmenschen zu glauben.
Bei geschätzten 50000 Kämpfern unter Waffen
(das ist nur ISIS, dazu kommen dann noch all die anderen Gotteskrieger, agierend in mehr oder weniger großen Gruppen)
kann man von mindestens der dreifachen Menge Unterstützer ausgehen.
Dazu kommen die, die angeblich traumatisiert zurück kommen, letztendlich aber tickende Zeitbomben sind.
Das sind für mich nicht nur ein paar einzelne Irre.

PS: @Grainger, man darf wohl das alte ccb nicht mit dem Status Quo vergleichen,
viele haben aus unterschiedlichsten Gründen das Brett verlassen, darunter viele
die nicht dem Mainstream folgten, leider haben sie auch ihr Fachwissen oder andere
Kompetenzen mitgenommen.

Hiiilfeee...ich hab einen Holzwurm in der Dachpfette..

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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon Ezri » 11.01.2015 - 12:50

jr33 hat geschrieben:
Ezri hat geschrieben:Ralf König heute auf Facebook

dass da draussen inzwischen jede Menge vereinzelte kranke Irre rumlaufen,


.. jede Menge oder nur Einzelne?



Na weißt Du doch das sind halt alles Einzelfälle :ohno :D

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bubu44
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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon bubu44 » 15.01.2015 - 21:24

http://vonmusenundmaultieren.tumblr.com ... ch-fuehlen

etwas zum nachdenken und sehr lesenswert

:wave
Konfuzius sagt, himself schreibt: Auch wenn man gegen den Wind pinkeln kann, ist das noch lange kein gelber Strom!

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Re: “Je Suis Charlie”

Beitragvon cyberman2 » 15.01.2015 - 22:01

sehr guter text ...
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